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Hausheiligtum

Wir sind Zeugen einer geistlichen Erfahrung: Gott und die Gottesmutter sind im Haus anwesend und wirksam.

"Nehmen Sie das Bild der Gottesmutter mit und räumen Sie ihm einen Ehrenplatz in Ihren Wohnungen ein. So werden diese selber zu einem kleinen Heiligtum, in denen das Gnadenbild gnadenwirkend sich erweist, ein heiliges Familienland schafft und heilige Familienglieder formt."
(P. Josef Kentenich, Brief aus Santa Maria, 15.4.1948)

Die im katholischen Raum bekannten "Herrgottswinkel" haben im Hausheiligtum eine Konkretisierung erfahren. Seine Wirksamkeit basiert auf der Verbindung mit dem Gründungsgeschehen Schönstatts, als am 18. 10.1914 die Gottesmutter sich im Heiligtum niedergelassen und ihre Gnadenwirksamkeit von dort aus begonnen hat. Bei seiner Familienarbeit in Milwaukee/USA fragte eine Mutter: "Können wir nicht, wie im Urheiligtum, die Gottesmutter bitten, sich in unserem Haus niederzulassen und Wunder der Gnade zu wirken?" Das war der Auslöser für Pater Kentenich, dass er bewusst die vorhandenen Ansätze aufgegriffen und das "Hausheiligtum" begründet hat.

Es ist inzwischen für unzählige Familien zu einer geistlichen Erfahrung der Anwesenheit und Wirksamkeit Gottes und der Gottesmutter in ihrem Heim geworden.

Es hat sich der Brauch entwickelt, ein originell gestaltetes Hausheiligtum in einer Feier einzuweihen und die damit verbundenen Anliegen in einem Weihegebet zu fassen. Es wird zur lokalen Mitte im Leben der Familie, die Kinder wachsen in diese Wertwelt hinein, das Kirchenjahr wird mit seinem vielfältigen religiösen Brauchtum erlebt.

Es hat aber auch eine apostolische Ausrichtung für die Menschen, die in das Haus kommen und etwas von der lebendigen Ausstrahlung des Heiligtums erleben. Für unsere Familien ist das Leben im und mit dem Hausheiligtum zu der zentralen Hilfe geworden, in einer weitgehend pluralistischen und gottlosen Umwelt mitten in ihrem Familienalltag Gott zu erleben und im Bund mit ihm ihr Leben zu gestalten.

© Institut der Schönstattfamilien 2005 - 2012