Unser Gründer, Pater Josef Kentenich, war ein Mensch mit großem Gespür für die Bedürfnisse der Zeit. Schon früh - seit 1930 - erkennt er die Bedeutung der Ehe und Familie für die Erneuerung von Gesellschaft und Kirche. Von da an trägt er die Idee in sich, eine neuartige Familienbewegung ins Leben zu rufen.
Durch den Kontakt mit evangelischen Pastoren aus der Bodelschwingh-Schule im Konzentrationslager Dachau 1942 wurde Pater Kentenich deutlich, welche Strahlkraft von den Pastorenfamilien für ihre Gemeinden ausging. Oft hatten sie eine Modellfunktion und waren der tragende und beseelende Kern der Gemeinde. Unser Gründer sah in dieser Begegnung eine Botschaft Gottes an ihn und kam zu der Überzeugung, dass auch die katholische Kirche solche Familien braucht. Seine Antwort auf diesen Anruf Gottes war die Gründung unserer Gemeinschaft mit dem Ziel, dass sie im Laufe der Zeit zu einem ebenso tragenden wie beseelenden Kern der ganzen Familienbewegung wird. Ihm schwebte dabei eine Gemeinschaft vor Augen, die es sich zur Aufgabe macht, das Ideal der katholischen Ehe und Familie zu sichern und in zeitgemer Weise modellhaft zu leben.
In dem christlichen Sozialpolitiker Dr. Fritz Kühr findet er einen Menschen, den er für seine Anliegen begeistern kann. So kommt es an 16. Juli 1942 zur Gründung unserer Gemeinschaft.
In der Nachkriegszeit entwickelt sich dann zunächst die Familienbewegung in Deutschland. Im Jahr 1962 stellen sich einige Familien für den Aufbau des Institutes zur Verfügung. Im Jahr 1968 bestätigt unser Gründer die erste Familienleitung. Damit erlangt unsere Gemeinschaft die Selbstständigkeit innerhalb des Schönstattwerkes und beginnt sich international auszubreiten.